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KI-Kennzeichnungspflicht: Muss ich mein KI-Bild kennzeichnen?

Fünf Fragen, eine Orientierung: Der Check zeigt dir, ob für dein KI-Bild oder -Video eine Kennzeichnung nötig oder empfehlenswert ist – nach EU AI Act, Plattform-Regeln und Werberecht.

1. Um welchen Inhalt geht es?
2. Wie stark ist der KI-Anteil?
3. Wirkt der Inhalt wie eine echte Aufnahme realer Personen, Orte oder Ereignisse?
4. Ist eine real existierende Person erkennbar (Gesicht, Stimme)?
5. Wo wird veröffentlicht?

Deine Orientierung

    Keine Rechtsberatung. Unverbindliche Orientierung nach bestem Wissen; die Rechtslage entwickelt sich. Für eine verbindliche Einschätzung wende dich an eine Fachanwältin oder einen Fachanwalt.

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    KI-Kennzeichnungspflicht: Was gilt für Unternehmen?

    Wer KI-Bilder und -Videos im Marketing einsetzt, bewegt sich in drei Regelwerken gleichzeitig: der EU-KI-Verordnung, den Richtlinien der Plattformen und dem Wettbewerbsrecht. Die gute Nachricht: Für typischen Marketing-Content ist die Lage überschaubar.

    1. EU-KI-Verordnung (AI Act), Art. 50

    Art. 50 regelt Transparenzpflichten. Für Unternehmen, die KI-Inhalte einsetzen („Betreiber“), ist vor allem die Deepfake-Regel relevant: Inhalte, die realen Personen, Gegenständen, Orten oder Ereignissen ähneln und einer Person fälschlicherweise als echt erscheinen würden, müssen als künstlich erzeugt oder manipuliert offengelegt werden. Bei offensichtlich künstlerischen, kreativen oder satirischen Werken genügt ein Hinweis, der das Werk nicht beeinträchtigt. Die Transparenzpflichten gelten nach dem Zeitplan der Verordnung ab August 2026; parallel müssen Anbieter von KI-Systemen ihre Ausgaben maschinenlesbar markieren. Prüfe bitte den aktuellen Stand, da Leitlinien und Übergangsfristen konkretisiert werden.

    2. Plattform-Regeln

    Instagram, Facebook, TikTok und YouTube verlangen ein KI-Label für realistisch wirkende, KI-generierte oder stark veränderte Videos und Audios. Wer es weglässt, riskiert Reichweitenverlust oder Sanktionen. Für klar erkennbar künstliche oder rein illustrative Inhalte ist das Label meist freiwillig.

    3. Wettbewerbs- und Persönlichkeitsrecht

    Unabhängig von jeder KI-Regel gilt: Werbung darf nicht irreführen. Ein Produkt muss so aussehen wie in echt, Wirkversprechen müssen stimmen, und erfundene Kundenstimmen sind unzulässig. Reale Personen dürfen nur mit Einwilligung abgebildet oder nachgeahmt werden – das gilt für Gesicht und Stimme.

    Unsere Praxis

    Bei KI-Produktbildern integrieren wir dein echtes Produkt originalgetreu. Digitale Zwillinge erstellen wir nur mit dokumentierter Einwilligung. Und bei KI-Influencern und KI-UGC richten wir die Plattform-Labels von Anfang an korrekt ein. Mehr Hintergrund findest du im Ratgeber KI-Bilder: Urheberrecht & Kennzeichnung.

    FAQ

    Häufige Fragen

    Gibt es eine Kennzeichnungspflicht für KI-Bilder?

    Die EU-KI-Verordnung (AI Act) enthält in Art. 50 Transparenzpflichten: Wer KI-Systeme einsetzt, um sogenannte Deepfakes zu erzeugen – also Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die realen Personen, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich echt wirken –, muss offenlegen, dass die Inhalte künstlich erzeugt oder manipuliert wurden. Für offensichtlich künstlerische oder kreative Werke gelten abgeschwächte Regeln. Zusätzlich haben die großen Plattformen eigene Label-Pflichten. Bitte prüfe den jeweils aktuellen Rechtsstand.

    Muss ich ein KI-generiertes Produktbild kennzeichnen?

    Ein Produktbild, bei dem dein echtes Produkt in eine generierte Umgebung gesetzt wird, täuscht in der Regel nicht über reale Personen oder Ereignisse – eine Deepfake-Kennzeichnung ist dann typischerweise nicht einschlägig. Wichtig bleibt: Das Produkt muss wahrheitsgetreu dargestellt sein, sonst drohen wettbewerbsrechtliche Probleme wegen Irreführung.

    Wie kennzeichne ich KI-Inhalte auf Instagram, TikTok und YouTube?

    Alle drei Plattformen bieten beim Upload einen Schalter bzw. ein Label für KI-generierte Inhalte („KI-Info“, „KI-generiert“, „veränderte oder synthetische Inhalte“). Bei realistisch wirkenden Videos und Audios ist das Label dort verpflichtend.

    Ersetzt dieser Check eine Rechtsberatung?

    Nein. Der Check gibt eine unverbindliche Orientierung nach bestem Wissen. Für eine verbindliche Einschätzung wende dich bitte an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt für IT- und Medienrecht.

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    KI-Kampagnenbild: Läufer in orangem Outfit vor orangem Hintergrund